Schluss mit Fragezeichen beim Game Day

American Football Begriffe erklärt: Dein Playbook für alle NFL-Begriffe

Im American Football fliegen dir die Fachbegriffe oft schneller um die Ohren als die Spieler beim Kick-off. „Interception“, „Encroachment“ oder „Audible“ – was für Profis zum Alltag gehört, löst bei dir noch Schweißausbrüche aus? Keine Sorge: Unser Glossar ist dein persönliches Playbook, damit du am Sonntagabend nicht nur vor der Glotze sitzt, sondern wirklich verstehst, was auf dem Rasen passiert.

Egal, ob du beim Super Bowl nur wegen der Halftime-Show einschaltest oder jeden Spielzug im Detail analysieren willst – wir klären die wichtigsten Begriffe von A bis Z. So wirst du in Nullkommanix zum Insider.

Schnell-Navigation:

A – Von Audible bis All-Purpose: Der Start ins Playbook

Air Yards

Die Distanz, die der Ball bei einem Pass rein durch die Luft zurücklegt, bevor der Receiver ihn fängt. Davon abgegrenzt wird die Strecke, die der Spieler nach dem Fang noch zu Fuß zurücklegt (YAC).

All-Purpose-Yardage

Die Abrechnung für Alleskönner: Die Gesamtsumme aller Yards eines Spielers aus Läufen, Fängen und dem Zurücktragen von Kicks oder Interceptions in einer Partie.

Audible

Der Planänderungs-Modus: Wenn der Quarterback an der Line of Scrimmage eine Schwäche der Defense erkennt, ändert er den eigentlich angesagten Spielzug kurz vor dem Start per Zuruf (z. B. das berühmte „Omaha!“).

A-Gap

Die Lücke in der gegnerischen Linie direkt links oder rechts neben dem Center. Für Runningbacks ist das oft der direkteste, aber auch körperlich härteste Weg für einen Raumgewinn.

B – Backfield, Blitz und die gefürchtete Blind Side

Back Judge

Ein Teil des Schiedsrichter-Teams. Er steht tief im Hinterfeld der Defense und überwacht dort vor allem das korrekte Fangen von Pässen und mögliche Pass Interference.

Backfield

Der Raum hinter der Line of Scrimmage. In der Offense stehen hier Quarterback und Runningbacks; in der Defense wird dieser Bereich (mit Cornerbacks und Safetys) auch oft „Secondary“ genannt.
WTS-GEDANKE

Quarterback, Fullback, Safety… raucht dir bei den ganzen Positionsbezeichnungen schon der Kopf? 👀 Keine Sorge! Wenn du genauer wissen willst, wer eigentlich wo steht, schau dir unseren Guide zu den Football-Positionen an.

Ball Carrier

Wörtlich der Ballträger – meist der Runningback oder Fullback. Seine Aufgabe ist es, den Ball sicher vom Quarterback zu übernehmen und mit Kraft oder Speed möglichst viel Raum zu erlaufen.

Black Monday

Der wohl gefürchtetste Tag für Trainer: Der erste Montag nach Ende der regulären Saison, an dem traditionell bei vielen Teams die Head Coaches entlassen werden.

Blind Side

Die Seite, der der Quarterback beim Ausholen den Rücken zukehrt (bei Rechtshändern links). Ein „Blind Side Hit“ ist besonders gefährlich, da der Spielmacher den Verteidiger nicht kommen sieht.

Blitz

Ein aggressiver Abwehrspielzug, bei dem zusätzliche Verteidiger (oft Linebacker) auf den Quarterback zustürmen, um ihn unter Druck zu setzen, bevor er den Ball loswird.

Block / Blocking

Der Versuch, einen Gegenspieler aus dem Weg zu schieben oder aufzuhalten, um Raum für den eigenen Ballträger zu schaffen oder den Quarterback zu schützen.

C – Football-Begriffe mit C

Catch

Wenn ein Spieler den Ball sicher fängt und kontrolliert. Ein Catch innerhalb des Spielfelds ist die Voraussetzung für einen vollständigen Pass.

Chain Crew

Die Crew am Spielfeldrand (auch „Chain Gang“), die mit einer 10-Yard-Kette markiert, wie weit es noch bis zum nächsten First Down ist. Bei knappen Entscheidungen kommen sie zum Nachmessen („Measurement“) auf den Platz.

Challenge

Wenn ein Head Coach eine Schiedsrichterentscheidung anzweifelt, wirft er seine rote Flagge. Die Szene wird dann per Videobeweis überprüft. Behält er recht, darf er seine Challenge behalten.

Checkdown

Die „Sicherheitsvariante“ des Quarterbacks. Wenn kein tiefer Pass möglich ist, wirft er einen kurzen Pass auf einen nahen Mitspieler (meist Running Back), um zumindest ein paar Yards zu retten.

Clipping

Ein gefährlicher und illegaler Block in den Rücken des Gegners unterhalb der Gürtellinie. Wird streng mit einer 15-Yard-Strafe geahndet.

Clock Management

Die Kunst, die Spielzeit strategisch zu nutzen. Teams halten die Uhr an (Timeouts, Spike, Out of Bounds) oder lassen sie absichtlich laufen, um dem Gegner keine Zeit für einen Gegenangriff zu lassen.

Coin Toss

Der Münzwurf vor dem Kick-off. Der Gewinner entscheidet, ob er zuerst angreifen (Offense) oder verteidigen (Defense) möchte.

Completion

Ein erfolgreicher Vorwärtspass, der von einem Mitspieler gefangen wurde, ohne dass der Ball vorher den Boden berührt hat. Auch als „Complete Pass“ bekannt.

Conversion

Meist als „Two-Point Conversion“ bekannt: Der Versuch, nach einem Touchdown statt eines Kicks zwei Extrapunkte durch einen erneuten Spielzug in die Endzone zu erzielen.

Cornerback

Die „Schatten“ der Wide Receiver. Diese Verteidiger stehen außen an der Linie und haben die Aufgabe, Pässe auf die Receiver zu verhindern oder abzufangen.

Crossbar

Die Querlatte des Field Goal Gestänges. Der Ball muss bei einem Kick immer über die Crossbar und zwischen die vertikalen Stangen fliegen.

D – Alles zu Downs, Drive und dem NFL-Draft

Defense

Die Verteidigung. Ihr Ziel ist es, den Angriff der Offense zu stoppen, Raumgewinn zu verhindern und idealerweise selbst durch Ballabnahmen (Turnover) wieder in Ballbesitz zu kommen.

Defensive Back

Der Sammelbegriff für die Spieler in der „Secondary“ (hintere Verteidigungslinie), also Cornerbacks und Safetys. Ihr Hauptjob: Pässe verhindern.

Defensive Line

Die schweren Jungs, die direkt an der Line of Scrimmage stehen. Sie versuchen, den Quarterback unter Druck zu setzen oder den gegnerischen Runningback sofort zu stoppen.

Delay of Game

Spielverzögerung. Die Offense hat meist 40 Sekunden Zeit, um den nächsten Spielzug zu starten. Läuft die Uhr (Play Clock) ab, gibt es eine 5-Yard-Strafe.

Down

Ein einzelner Spielzug oder Versuch. Die Offense hat vier Versuche (Downs), um 10 Yards Raumgewinn zu erzielen. Schafft sie das, gibt es ein neues „First Down“ und vier frische Versuche.
PRO-TIPP

Das Fourth Down ist der Moment der Entscheidung: Da man den Ball bei einem Scheitern an Ort und Stelle an den Gegner verliert, wird hier meist gekickt (Punt), um den Gegner weit nach hinten zu treiben. Nur wer mutig ist, „geht dafür“!

Draft

Das jährliche Event, bei dem die NFL-Teams die besten Talente vom College auswählen. Das schwächste Team der Vorsaison darf meistens zuerst wählen.

Drive

Eine zusammenhängende Serie von Spielzügen einer Offense. Ein Drive endet erst, wenn das Team punktet, den Ball per Punt abgibt oder ein Fehlpass abgefangen wird.

Drop Kick

Eine seltene Kick-Variante, bei der der Ball erst den Boden berühren muss, bevor er getreten wird. Zählt bei Erfolg genauso viel wie ein normales Field Goal (3 Punkte).

E – wie Endzone, Extra-Punkte und Encroachment

Ejection

Der Platzverweis beim Football. Spieler werden bei besonders schweren Fouls, Tätlichkeiten oder unsportlichem Verhalten vom Schiedsrichter des Feldes verwiesen.

Eligible Receiver

„Berechtigte Passempfänger“: In der Offense dürfen nur bestimmte Spieler (Receiver, Tight Ends, Running Backs) Vorwärtspässe fangen. Die Spieler der Offensive Line sind davon ausgeschlossen.

Encroachment

Ein Foul der Defense: Ein Verteidiger überschreitet vor dem Snap die Linie und berührt einen Gegenspieler. Die Strafe beträgt 5 Yards.

Endzone

Das Zielgebiet an beiden Enden des Feldes. Um einen Touchdown zu erzielen, muss der Ball in diesen Bereich getragen oder dort gefangen werden.

Extra-Punkt (PAT)

Nach einem Touchdown kann das Team den Ball per Kick durch die Torstangen befördern. Dieser „Point After Touchdown“ zählt einen Punkt. Die riskante Alternative ist die Two-Point-Conversion.

F – Von Flaggen, Field Goals und Fumbles

Face Mask

Bezeichnet das Schutzgitter am Helm. Greift ein Spieler dem Gegner ins Gitter und zieht daran, ist das ein Foul (15 Yards Strafe). Ein kurzes Berühren ist erlaubt – das Zupacken ist verboten.

Fair Catch

Der Returner winkt vor dem Fang mit dem Arm über dem Kopf. Er signalisiert: Ich fange den Ball, laufe aber nicht los. Er darf dann nicht getackelt werden. Lässt er den Ball jedoch fallen („Muff“), ist er frei für alle.

False Start

Ein Frühstart der Offense: Wenn sich ein Spieler vor dem Snap bewegt und so den Spielbeginn vortäuscht. Die Strafe beträgt 5 Yards.

Field Goal

Der Kick durch die Torstangen bringt 3 Punkte. Meist wird der Ball vom „Holder“ für den Kicker auf dem Boden fixiert.

Flag

Die Schiedsrichter werfen kleine gelbe Flaggen auf das Feld, um ein Foul anzuzeigen. Coaches werfen hingegen rote Flaggen für eine Challenge.

Franchise Tag

Ein Werkzeug für Teams, um einen Top-Spieler mit auslaufendem Vertrag für ein weiteres Jahr an sich zu binden, falls man sich nicht auf einen neuen Kontrakt einigen kann.

Free Agent

Ein Spieler ohne Vertrag. Er ist „frei“ auf dem Markt und kann mit jedem Team verhandeln.

Fumble

Der Albtraum jeder Offense: Der Ballträger verliert die Kontrolle über den Ball, bevor er mit dem Knie oder Ellbogen den Boden berührt. Der Ball ist dann „frei“ und kann von beiden Teams erobert werden (Fumble Recovery).

G – Gridiron, Goal Line und die „Gelbe Linie“

Game Clock

Die offizielle Stadionuhr. Sie zeigt an, wie viel Zeit im jeweiligen Viertel noch zu spielen ist. Nicht zu verwechseln mit der Play Clock, die das Zeitlimit für den einzelnen Spielzug vorgibt.

Gap

Die Lücke zwischen zwei Spielern der Offensive Line. Die Defense versucht durch diese Gaps durchzubrechen, während die Offense sie für ihre Runningbacks freiblockt.

Gelbe Linie (Yellow Line)

Ein rein optisches Hilfsmittel für TV-Zuschauer. Sie markiert die Stelle, die die Offense erreichen muss, um ein neues First Down zu erzielen. Im Stadion selbst ist diese Linie nicht zu sehen.

Goal Line

Die vordere Grenze der Endzone. Überquert der Ball in den Händen eines Spielers diese Linie (oder berührt sie auch nur kurz), zählt das als Touchdown.

Goal Post

Das Torgestänge am Ende jeder Endzone. Bestehend aus der Querlatte (Crossbar) und den beiden Pfosten (Uprights), durch die der Ball beim Kick fliegen muss.

Gridiron

Der Spitzname für das Footballfeld. Er leitet sich von dem gitterartigen Muster ab, das die Linien auf dem Spielfeld bilden.

Gunner

Die Sprinter der Special Teams. Ihr Job ist es, bei einem Punt so schnell wie möglich nach vorne zu jagen, um den gegnerischen Returner sofort zu stoppen.

H – Von der Hail Mary bis zum Huddle

Hail Mary

Ein langer Verzweiflungspass in die Endzone kurz vor Spielende. Er gilt als Inbegriff für ein Football-Wunder, da die Erfolgschance extrem gering ist.

WTS-INSIDER

Woher kommt der Name? 1975 warf Cowboys-Quarterback Roger Staubach kurz vor Schluss den entscheidenden Touchdown gegen die Vikings. Nach dem Spiel sagte er: „Ich habe die Augen geschlossen und ein Ave Maria (Hail Mary) gebetet.“ Seitdem trägt dieser Spielzug diesen Namen.

Halftime

Die 12-minütige Halbzeitpause. Beim Super Bowl dauert sie wegen der aufwendigen Halftime Show oft über 30 Minuten.

Handoff

Die direkte Übergabe des Balls von Hand zu Hand (meist vom Quarterback an den Runningback), ohne dass der Ball durch die Luft fliegt.

Hashmarks

Die kleinen Markierungslinien auf dem Feld. Sie unterteilen das Spielfeld der Länge nach. Der Ball wird für den nächsten Spielzug immer auf oder zwischen diesen Linien platziert.

Holder

Der Spieler, der den Ball bei einem Field-Goal-Versuch für den Kicker auf dem Boden festhält. Meist übernimmt der Ersatz-Quarterback oder der Punter diesen Job.

Holding

Ein Foul, bei dem ein Spieler festgehalten oder umklammert wird. In der Offense gibt es dafür 10 Yards Strafe, in der Defense 5 Yards und ein automatisches First Down.

Horse-Collar-Tackle

Ein gefährliches Foul, bei dem ein Verteidiger den Gegner von hinten am Kragen oder Schulterpolster zu Boden reißt. Wegen der hohen Verletzungsgefahr verboten (15 Yards Strafe).

Huddle

Die kurze Versammlung der Spieler auf dem Feld, um den nächsten Spielzug zu besprechen. Verzichtet die Offense darauf, um Zeit zu sparen, nennt man das „No-Huddle“.

I – Interceptions, Formationen und Incomplete Passes

I-Formation

Eine klassische Aufstellung der Offense, bei der Quarterback, Fullback und Runningback direkt hintereinanderstehen. Von oben betrachtet sieht diese Linie wie der Buchstabe „I“ aus.

Illegal Formation

Ein Aufstellungsfehler: Die Offense muss beim Snap mit mindestens sieben Spielern direkt an der Line of Scrimmage stehen. Ist das nicht der Fall, gibt es 5 Yards Strafe.

#WTS-GEDANKE

Warum gibt es Illegal Formation? Damit die Offense nicht schummeln kann, indem sie alle Spieler weit nach hinten zieht, um die Defense zu verwirren. Ordnung muss sein!

Illegal Motion

Ein Foul vor dem Start: Es darf sich zwar ein Spieler („Man in Motion“) vor dem Snap bewegen, aber nur parallel zur Linie. Läuft er stattdessen nach vorne, ist es Illegal Motion (5 Yards Strafe).

Inbounds

Innerhalb des Spielfelds. Besonders wichtig beim Passfang am Rand: Ein Catch zählt nur als vollständig (Completion), wenn der Spieler mit beiden Füßen „Inbounds“ landet, während er den Ball kontrolliert.

Incomplete Pass

Ein Vorwärtspass, der den Boden berührt, bevor er kontrolliert gefangen wurde. Der Spielzug endet sofort, die Uhr bleibt stehen und es gibt keinen Raumgewinn.

Injury Reserve (IR)

Die „Verletztenliste“. Spieler, die sich schwer verletzt haben, werden auf diese Liste gesetzt, um Platz im Kader für fitte Spieler zu schaffen.

Intentional Grounding

Ein Foul des Quarterbacks: Er wirft den Ball absichtlich ohne Ziel weg, nur um einem Sack zu entgehen. Strafe: Raumverlust und Verlust des Downs.

#WTS-INSIDER

Der Quarterback darf den Ball nur straffrei wegwerfen („Throw away“), wenn er sich außerhalb der Pocket (dem Schutzraum der O-Line) befindet und der Ball mindestens die Line of Scrimmage erreicht.

Interception

Der Moment, in dem die Defense zum Angreifer wird: Ein Verteidiger fängt den Pass des gegnerischen Quarterbacks aus der Luft ab. Das Ballrecht wechselt sofort (Turnover).

J – Jukes und die Kunst der Täuschung

Juke

Eine schnelle, oft ruckartige Täuschungsbewegung des Ballträgers, um einem Tackling des Verteidigers auszuweichen. Ein perfekt ausgeführter Juke lässt den Gegner sprichwörtlich ins Leere laufen[cite: 594, 595, 596].

Jersey

Das Trikot der Spieler. Im Football sind diese extrem reißfest und eng geschnitten, damit Verteidiger den Ballträger schlechter daran festhalten können[cite: 597, 598].

#WTS-GEDANKE

Schon gewusst? An der Nummer erkennst du meist die Rolle: Quarterbacks tragen oft die 1–19, während die schweren Jungs der Offensive Line meist Nummern zwischen 50 und 79 haben. So weißt du sofort, wer wer ist!

K – Kicker, Kick-offs und das Knie

Kicker

Der Spezialist für ruhende Bälle. Er führt die Kick-offs zu Beginn der Halbzeiten aus und ist für die Field Goals sowie Extra-Punkte zuständig. Oft der Spieler mit dem meisten Druck im Spiel.

Kick-off

Der Anstoß zu Beginn jeder Halbzeit oder nach einem Punktgewinn. Der Ball wird von der 35-Yard-Linie tief in die gegnerische Hälfte gekickt. Der Gegner versucht, den Ball per Kick Return so weit wie möglich zurückzutragen.

#WTS-INSIDER

Wird der Ball beim Kick-off durch die gegnerische Endzone geschlagen oder dort vom Returner abgekniet, nennt man das Touchback. Die Offense startet dann automatisch an der eigenen 30-Yard-Linie (in der NFL).

Kneel Down

Das Abknien des Quarterbacks direkt nach dem Snap. Es beendet den Spielzug sofort ohne Risiko eines Ballverlusts. Teams nutzen dies in der „Victory Formation“, um am Ende des Spiels die Uhr sicher herunterlaufen zu lassen.

#WTS-GEDANKE

Das Kneel Down ist die sportlichste Art zu sagen: „Das Spiel ist aus, wir haben gewonnen.“ Es verhindert unnötige Verletzungen und Zeitstopps kurz vor dem Abpfiff.

L – Line of Scrimmage und die Schwergewichte

Lateral Pass

Ein Pass, der seitlich oder nach hinten geworfen wird. Im Gegensatz zum Vorwärtspass darf ein Lateral beliebig oft pro Spielzug geworfen werden. Wichtig: Fällt ein Lateral zu Boden, gilt er als Fumble und nicht als unvollständiger Pass – der Ball bleibt also „live“.

Line of Scrimmage (LoS)

Die imaginäre Linie, auf welcher der Ball liegt und an der sich die Teams vor dem Snap gegenüberstehen. Der Quarterback darf einen Vorwärtspass nur werfen, solange er sich hinter dieser Linie befindet. Vor dem Snap darf kein Spieler diese Linie überschreiten.

Linebacker

Die zentralen Verteidiger, die direkt hinter der Defensive Line positioniert sind. Sie sind die Allrounder der Defense und müssen sowohl kraftvolle Läufe stoppen als auch schnelle Passempfänger decken.

#WTS-GEDANKE

Der mittlere Linebacker wird oft als „Quarterback der Defense“ bezeichnet. Er liest die Aufstellung des Gegners und gibt seinen Mitspielern die taktischen Anweisungen vor dem Snap.

Long Snapper

Ein spezialisierter Center, der den Ball bei Punts oder Field Goals über eine weite Distanz präzise durch seine Beine nach hinten wirft.

Loose Ball

Ein Ball, der sich nicht unter der Kontrolle eines Spielers befindet – zum Beispiel nach einem Fumble. Er ist frei und kann von jedem Team erobert werden.

M – Man Coverage, Muff und der „Mike“

Man in Motion

Ein Spieler der Offense, der sich vor dem Snap parallel zur Line of Scrimmage bewegen darf. Dies dient dazu, die gegnerische Defense zu verwirren oder deren Taktik vorzeitig zu lesen.

Man-to-Man Coverage

Die klassische Manndeckung: Jeder Verteidiger bekommt einen festen Gegenspieler zugewiesen, den er über das Feld verfolgt, um ihn am Fang des Balls zu hindern.

Max Protection

Der maximale Schutz für den Quarterback: Neben der O-Line bleiben zusätzlich Running Backs oder Tight Ends zurück, um zu blocken. Der QB hat dadurch mehr Zeit, aber weniger Passempfänger zur Verfügung.

Mike

Die Bezeichnung für den mittleren Linebacker (Middle Linebacker). Er ist oft der Anführer der Defense und wird vom Quarterback vor dem Snap lautstark identifiziert, um die Block-Zuständigkeiten zu klären.

Muff

Ein Fehler beim Ballfang, meist bei einem Punt oder Kickoff. Der Spieler berührt den Ball beim Fangversuch, verliert aber sofort die Kontrolle. Ein „Muff“ macht den Ball frei für beide Teams.

N – Neutral Zone und No-Huddle

Neutral Zone

Die Neutrale Zone ist der Bereich zwischen Offense und Defense vor dem Snap, dessen Breite der Länge des Footballs entspricht (1 Yard). Kein Spieler darf diese Zone vor dem Spielzug betreten – die einzige Ausnahme ist der Center (Snapper), der den Ball berühren darf.

Neutral Zone Infraction

Ein Foul der Defense: Ein Verteidiger dringt vor dem Snap in die Neutrale Zone ein und provoziert dadurch eine Reaktion (einen Fehlstart) der Offense. Dies wird mit einer 5-Yard-Strafe geahndet und der Spielzug wird sofort unterbrochen.

Nickel-Defense

Eine defensive Aufstellung, bei der fünf statt der üblichen vier Defensive Backs auf dem Feld stehen. Diese Formation wird meist gewählt, um einen Passangriff des Gegners besser abzuwehren.

No-Huddle

Eine Taktik, bei der die Offense auf die Versammlung (Huddle) verzichtet und einen Spielzug nach dem anderen spielt. Dies dient dazu, die Defense unter Zeitdruck zu setzen, deren Auswechslungen zu verhindern oder sie schlicht zu überrumpeln.

O – Offense, Offside und Onside Kick

Off-Season

Die Zeitspanne nach dem Super Bowl (Februar) bis zum Start der Pre-Season im August.

Offense

Die angreifende Mannschaft eines Teams.

Offside

Abseits beim Football: Ein Spieler bewegt sich beim Snap bereits über die Line of Scrimmage hinaus.

Onside Kick

Ein absichtlich kurz ausgeführter Kick-off, um den Ballbesitz direkt zurückzuerobern. Der Ball muss mindestens zehn Yards zurücklegen, bevor er gesichert werden darf.

#WTS-INSIDER

Seit 2024 darf ein Onside Kick in der NFL nur noch im 4. Viertel durchgeführt und muss vorher angemeldet werden. Überraschungs-Kicks gibt es nicht mehr!

Outside Receiver

Wide Receiver, die am nächsten zu den Seitenauslinien positioniert sind.

Out of Bounds

Der Bereich außerhalb des Spielfelds. Ein Spieler gilt als „Out of Bounds“, sobald er die weiße Begrenzungslinie kontaktiert.

P – Von Pass Interference bis zum Punt

Pass Interference

Die illegale Behinderung eines Gegenspielers beim Fangversuch, ohne selbst aktiv nach dem Ball zu greifen.

Passroute

Der exakt einstudierte Laufweg eines Receivers, um sich für den Pass des Quarterbacks freizulaufen.

Pick Six

Ein Begriff für eine Interception, die von der Defense direkt zu einem Touchdown zurückgetragen wird.

#WTS-GEDANKE

Warum Pick Six? „Pick“ steht umgangssprachlich für die Interception (den Ball aus der Luft pflücken) und „Six“ für die sechs Punkte des Touchdowns.

Play Action

Ein Täuschungsmanöver, bei dem der Quarterback eine Ballübergabe an den Runningback nur vortäuscht, um dann doch einen Pass zu werfen.

Playbook

Das „Taktik-Buch“ eines Teams. Es enthält alle Spielzüge und Laufwege, die die Spieler auswendig beherrschen müssen.

Pocket

Die „Tasche“: Der Schutzraum, den die Offensive Line um den Quarterback bildet, um ihm Zeit für den Pass zu verschaffen.

Punt

Wird das First Down nach drei Versuchen nicht erreicht, kickt der Punter den Ball im vierten Versuch direkt aus der Hand weit in die gegnerische Hälfte, um das Ballrecht abzugeben.

Pylon

Orangefarbene Schaumstoff-Marker an den Ecken der Endzone. Berührt der Ballträger mit dem Ball einen Pylon, gilt dies als Touchdown.

Q – Der Quarterback und seine Viertel

Quarter

Ein Footballspiel ist in vier Viertel (Quarter) zu je 15 Minuten Nettospielzeit unterteilt.

Quarterback (QB)

Der Anführer der Offense. Er verteilt die Bälle per Pass oder Übergabe und sagt die Spielzüge an. Er steht über Funk in direktem Kontakt mit den Coaches.

Quarterback-Rating

Eine statistische Formel, die die Pass-Leistung (Erfolgsquote, Touchdowns, Interceptions) eines Quarterbacks in einer einzigen Zahl vergleichbar macht.

Quarterback Sack

Wenn die Defense den Quarterback hinter der Line of Scrimmage zu Boden bringt, bevor er den Ball werfen kann. Dies führt zu einem erheblichen Raumverlust.

Quarterback-Sneak

Ein kurzer Laufspielzug, bei dem der Quarterback den Ball direkt nach dem Snap nimmt und sich hinter seiner O-Line nach vorne schiebt. Ideal für sehr kurze Distanzen zum First Down.

#WTS-INSIDER

Der wohl berühmteste Sneak der heutigen Zeit ist der „Tush Push“: Dabei wird der Quarterback zusätzlich von seinen Mitspielern von hinten nach vorne geschoben, um die nötigen Zentimeter zu erzwingen.

Quick Count

Der Quarterback startet den Spielzug besonders schnell, um der Defense keine Zeit für Auswechslungen oder taktische Anpassungen zu lassen.

R – Red Zone, Running Backs und RPOs

RAC (Run after Catch)

Die Yards, die ein Passempfänger nach dem Fang des Balls bis zum Ende des Spielzugs erläuft.

Read Option

Ein Laufspielzug, bei dem der Quarterback die Reaktion eines Verteidigers „liest“ und erst im letzten Moment entscheidet, ob er den Ball dem Runningback übergibt oder selbst läuft.

Red Zone

Der Bereich zwischen der gegnerischen 20-Yard-Linie und der Endzone. Statistisch wichtig, da hier die Chance auf Punkte am höchsten ist.

Regular Season

Die Hauptrunde der NFL. Jedes Team bestreitet 17 Spiele, um sich für die Playoffs zu qualifizieren.

Returner

Der Spieler, der Punts oder Kick-offs fängt und versucht, den Ball so weit wie möglich zurückzutragen.

Reverse

Ein Trickspielzug: Der Runningback läuft in eine Richtung und übergibt den Ball an einen entgegenkommenden Receiver, um die Defense zu überrumpeln.

Roughing the Passer / Kicker

Ein Foul: Ein unfairer oder verspäteter Angriff auf den Quarterback oder Kicker, nachdem der Ball bereits weg ist. Strafe: 15 Yards und automatisches First Down.

RPO (Run-Pass-Option)

Ein hochmoderner Spielzug, bei dem der Quarterback je nach Verhalten der Defense entscheidet, ob er den Ball übergibt (Lauf) oder sofort einen Pass wirft.

#WTS-INSIDER

Der Unterschied: Bei der Read Option wählt der QB zwischen zwei Laufwegen. Beim RPO entscheidet er zwischen Lauf und Pass. Für die Defense ist das fast unmöglich zu verteidigen!

Running Back

Der primäre Ballträger der Offense. Seine Aufgabe ist es, Lücken in der Verteidigung zu finden und Raumgewinn zu erlaufen.

S – Vom Sack bis zum Special Team

Sack

Die Defense bringt den Quarterback hinter der Line of Scrimmage zu Boden, bevor dieser den Ball werfen kann. Dies führt zu Raumverlust und dem Verlust eines Versuchs (Down).

Safety

Im Football hat dieser Begriff zwei völlig unterschiedliche Bedeutungen:

1. Der Spielzug (Punkte): Ein seltener Punktgewinn für die Defense (2 Punkte). Er entsteht, wenn der Ballträger in seiner eigenen Endzone getackelt wird oder die Offense dort ein Foul begeht.

2. Die Position (Spieler): Die hintersten Verteidiger („Free Safety“ und „Strong Safety“). Sie fungieren als letzte Absicherung gegen lange Pässe und tiefe Läufe.

Salary Cap

Die jährliche Gehaltsobergrenze pro Team, um die Chancengleichheit in der NFL zu wahren.

Scramble

Ein ungeplanter Lauf des Quarterbacks. Wenn kein Passempfänger frei ist oder der Druck der Defense zu groß wird, verlässt der QB die „Pocket“ und versucht, selbst zu laufen.

Screen Pass

Ein kurzer Pass hinter die Line of Scrimmage auf einen Receiver, der von einer Mauer aus Blockern geschützt wird.

Shotgun

Eine Formation, bei der der Quarterback etwa 5–7 Yards hinter dem Center steht, um mehr Übersicht und Zeit für den Pass zu haben.

Slide

Der Quarterback rutscht mit den Füßen voran zu Boden. Er gibt den Spielzug damit freiwillig auf und darf ab diesem Moment nicht mehr angegriffen werden (Schutzregel).

Snap

Die Ballübergabe durch die Beine des Centers, die jeden Spielzug startet. Bei Kicks oder Punts wird der Ball über eine größere Distanz geworfen (Long Snap).

Special Teams

Die dritte Einheit neben Offense und Defense. Diese Spezialisten kommen nur für Kicks, Punts und Field Goals auf das Feld.

#WTS-INSIDER

Unterschätze niemals die Special Teams! Sie entscheiden oft über die Feldposition und können durch geblockte Punts oder weite Returns ein Spiel im Alleingang drehen.

Spike

Der Quarterback wirft den Ball sofort zu Boden, um die Uhr anzuhalten. Kostet einen Versuch, spart aber ein wichtiges Time-out.

#WTS-GEDANKE

Der Spike gilt technisch als unvollständiger Pass (Incomplete Pass). Deshalb bleibt die Uhr stehen, genau wie bei einem Fehlpass in Richtung eines Receivers.

Stiff Arm

Der Ballträger drückt einen Verteidiger mit dem ausgestreckten Arm weg, um ein Tackling zu verhindern und auf Distanz zu bleiben.

Strong Side

Die Seite der Offense, auf der sich der Tight End aufstellt oder auf der sich numerisch mehr Angreifer befinden.

T – Touchdowns, Turnover und Technik

Tackle

Das regelkonforme Stoppen eines Gegenspielers, indem man ihn zu Boden bringt oder ins Seitenaus befördert.

Tackle Box

Der Bereich zwischen den äußeren Schultern der Offensive Tackles. Innerhalb dieser Zone darf der QB den Ball nicht einfach wegwerfen, um einen Sack zu vermeiden.

Third and Long

Ein dritter Versuch, bei dem noch eine große Distanz (meist 7+ Yards) zum First Down fehlt. In dieser Situation greift die Offense fast immer zum Pass-Spielzug.

Three-and-Out

Ein Albtraum für jede Offense: Wenn man bei seinem ersten Angriffsversuch (Drive) kein einziges First Down erzielt und nach drei Spielzügen direkt wieder punten muss.

Three-Point Stance

Die Startposition eines Lineman: Beide Füße und eine Hand berühren den Boden.

Throwaway

Der Quarterback wirft den Ball bewusst ins Aus, um einen Sack zu verhindern. Dies ist nur außerhalb der Tackle Box erlaubt.

Tight End

Ein Hybrid-Spieler, der direkt neben der O-Line steht. Er fungiert sowohl als kräftiger Blocker als auch als gefährlicher Passempfänger.

Time-out

Spielunterbrechung auf Wunsch eines Teams. Jedes Team hat drei Auszeiten pro Halbzeit.

Touchback

Der Ball landet beim Kickoff/Punt in der Endzone oder wird dort abgekniet. Das Spiel startet danach an einer festgelegten Linie (meist 30-Yard-Line).

Touchdown

Der wichtigste Score (6 Punkte). Der Ball muss die Goalline überqueren oder in der Endzone gefangen werden.

Tripping

Ein Foul: Der Versuch, einen Gegner durch Beinstellen zu stoppen. Wird mit einer 10-Yard-Strafe geahndet.

Turnover (Takeaway)

Der Verlust des Ballbesitzes durch Interception, Fumble oder ein gescheitertes Fourth Down (Turnover on Downs).

#WTS-INSIDER

Statistik-Check: Teams, die das Turnover-Duell gewinnen, gewinnen über 75 % ihrer Spiele. Ballbesitz ist im Football die wertvollste Währung!

Two-Minute-Warning

Eine automatische Auszeit genau zwei Minuten vor Ende jeder Halbzeit.

Two-Point Conversion

Der Versuch, nach einem Touchdown statt eines Kicks einen Spielzug für 2 zusätzliche Punkte in die Endzone zu bringen.

U – Umpire und Unsportlichkeiten

Umpire

Ein Mitglied des Schiedsrichter-Teams. Er steht etwa 5 Yards hinter der Line of Scrimmage auf der Seite der Defense und überwacht primär das Geschehen an der Linie (Blocking, Line-Fouls).

Under Center

Der Quarterback stellt sich direkt hinter dem Center auf und nimmt den Ball bei der Übergabe (Snap) direkt aus dessen Händen entgegen.

Unnecessary Roughness

Unnötige Härte: Ein Foul für Aktionen, die über das normale Spielgeschehen hinausgehen, wie z. B. Tackles deutlich nach dem Abpfiff. Strafe: 15 Yards.

Unsportsmanlike Conduct

Unsportliches Verhalten: Beinhaltet Beleidigungen, das Verhöhnen von Gegnern (Taunting) oder das Abnehmen des Helms auf dem Spielfeld. Strafe: 15 Yards.

#WTS-GEDANKE

Zwei „Unsportsmanlike Conduct“-Strafen gegen denselben Spieler führen in der NFL zum automatischen Ausschluss (Ejection) vom Spiel.

Uprights

Die senkrechten Torstangen des Field-Goal-Gestänges. Der Ball muss zwischen diesen Stangen und über der Querstange hindurchgekickt werden.

V – Von Sieger-Formationen und Trophäen

Vanilla Offense/Defense

Bezeichnung für ein sehr einfaches, gewöhnliches Spielschema ohne taktische Kniffe. Teams nutzen „Vanilla“-Taktiken meist in der Preseason, um ihre wahren Spielzüge vor der Konkurrenz geheim zu halten.

Victory Formation

Die Aufstellung zum Spielende, wenn das führende Team nur noch die Uhr kontrolliert auslaufen lassen möchte. Der Quarterback kniet sich dabei lediglich ab (siehe Kneel-Down).

Vince Lombardi Trophy

Der offizielle Pokal für den Sieger des Super Bowls. Benannt nach dem legendären Coach der Green Bay Packers, der die ersten beiden Super Bowls der Geschichte gewann.

#WTS-INSIDER

Die Trophäe wird jedes Jahr von Tiffany & Co. neu aus Sterlingsilber handgefertigt. Im Gegensatz zu Wanderpokalen darf das Sieger-Team dieses 25.000 $ teure Schmuckstück behalten.

W – Wide Receiver und Wild Cards

Waiver Wire

Ein internes System der NFL, über das Teams Spieler verpflichten können, die von anderen Mannschaften entlassen wurden.

Weak Side

Die „schwache“ Seite der Formation: Die Seite, auf der kein Tight End steht oder sich weniger Spieler der Offense befinden.

West Coast Offense

Eine Taktik-Philosophie, die auf kurzen, präzisen Pässen und Laufwegen basiert. Ziel ist es, durch Timing und „Yards nach dem Fang“ (YAC) Raum zu gewinnen.

Wide Receiver (WR)

Die Hauptanspielstationen für das Passspiel. Sie positionieren sich meist weit außen an den Seitenlinien, um das Spielfeld in die Breite zu ziehen.

Wild Card

Zusatzplätze für die Playoffs: Diese gehen an die besten Teams einer Conference, die ihre eigene Division nicht gewinnen konnten.

#WTS-GEDANKE

Das Wild Card Weekend eröffnet die Playoffs. Da hier „Alles oder Nichts“ gilt, gehören diese Spiele oft zu den spannendsten der gesamten Saison.

Y – Yards und Youngsters

YAC (Yards after Catch / Contact)

Dieser Begriff wird im Football doppelt verwendet:

1. Yards after Catch: Die Distanz, die ein Receiver nach dem Fang noch zusätzlich zurücklegt.

2. Yards after Contact: Die Yards, die ein Ballträger noch erkämpft, nachdem er vom ersten Verteidiger berührt oder getroffen wurde.

Yards

Die Maßeinheit im Football (1 Yard ≈ 0,91 Meter). Ein Spielfeld ist 100 Yards lang; alle Strafen und Raumgewinne werden in Yards gemessen.

Yards from Scrimmage

Die Gesamtsumme der Yards, die ein Spieler durch Lauf- und Passspielzüge ab der Line of Scrimmage erzielt hat. Returns (z. B. nach Kicks) zählen hier nicht dazu.

#WTS-GEDANKE

Während Yards after Catch die Schnelligkeit eines Spielers zeigen, sind Yards after Contact das Maß für die pure Kraft eines Running Backs.

X – Die X-Position

X-Receiver

Die taktische Bezeichnung für den „Split End“. Dieser Wide Receiver steht direkt an der Line of Scrimmage, meist auf der Seite gegenüber dem Tight End.

#WTS-GEDANKE

In Playbooks werden die Receiver oft einfach X, Y und Z genannt. Der X-Receiver ist dabei meist der physisch stärkste Spieler, da er an der Linie sofort vom Verteidiger bedrängt wird (Press Coverage).

Z – Zone Defense und Zielgerade

Zone Defense

Die Raumdeckung: Im Gegensatz zur Man Coverage decken die Verteidiger keine festen Gegenspieler, sondern sind für einen bestimmten Bereich (Zone) auf dem Spielfeld verantwortlich.

#WTS-INSIDER

Der Vorteil der Zone Defense? Die Verteidiger haben meist den Quarterback im Blick und können schneller auf Pässe reagieren oder Interceptions erzielen.

American Football mag am Anfang wie eine Fremdsprache wirken, doch wer die Begriffe einmal verinnerlicht hat, entdeckt die faszinierende taktische Tiefe dieses Sports. Mit diesem Glossar bist du bestens gerüstet für die nächste Watch-Party oder den nächsten Super Bowl.

Viel Spaß beim Schauen – und denk dran: Jedes Yard zählt!

Häufig gestellte Fragen zum Football-Lexikon (FAQ)

Welche Begriffe müssen Football-Anfänger unbedingt kennen?

Um ein Spiel grundlegend zu verstehen, solltest du dich auf diese vier Begriffe konzentrieren:

  • Touchdown: Der wichtigste Score (6 Punkte), wenn der Ball in die Endzone gelangt.
  • First Down: Die Offense hat 4 Versuche, um 10 Yards zu überwinden. Schafft sie das, gibt es ein „First Down“ (einen neuen ersten Versuch).
  • Quarterback: Der Spielmacher, der die Spielzüge ansagt und den Ball verteilt.
  • Line of Scrimmage: Die imaginäre Linie, an der die Teams sich vor jedem Spielzug gegenüberstehen.

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