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Der dritte und letzte Teil, um dich auf den Super Bowl vorzubereiten.
Wie gesagt, der Blog zielt darauf, dir grob den Sport vorzustellen so, dass du mitreden kannst oder zumindest verstehst, was passiert.
Die Serie zum Nachlesen:
Teil 1: American Football Regeln & Punkte einfach erklärt
Teil 2: NFL-Struktur: Von Besitzern, Gehältern und gelben Flaggen
Solltest du dadurch noch mehr Interesse bekommen oder durch besseres Spielverständnis immer mehr zum Fan werden gibt es ganz viele Blogs, Podcasts und Creator/innen, die dich noch weiter ins Boot holen. Denn eines können wir sicher sagen: Die Footballer schließen niemanden aus. Das gilt aber nicht nur für das Fan-Dasein.
Ist es vielleicht sogar so, dass American Football die offenste Sportart ist? Hier bekommt jeder einen Platz, egal ob groß, klein, kräftig oder schmal gebaut. Für jeden gibt es eine Position. Schon wieder ziemlich fair bei dieser vermeintlich unfairen Sportart.
Im dritten Teil wollen wir nun eher auf das eingehen, was uns noch so einfällt. Solltest du bis Sonntag also keine Zeit für den dritten Teil finden, dir reichen zum Mitreden auch die beiden ersten Teile.
Zurück zu den verschiedenen Optionen, die es jedem ermöglichen selber Football zu spielen. Das liegt daran, dass es verschiedenste Positionen gibt, die alle eine ganz klare Aufgabe haben. Die aber auch unterschiedlichste Regeln haben.
Zum Vergleich: Im Fußball darf jeder Spieler ein Tor schießen, egal welche Position. Im Football darf nicht jeder Spieler einen Touchdown erzielen.
Zumindest nicht, indem er einen Pass fängt. Es gibt unterschiedlichste Ausnahmen, die es auch den Positionen erlaubt, zu punkten.
Ein Beispiel: Jeder Verteidiger darf punkten, wenn er den Ball gewinnt und im exakt gleichen Spielzug den Ball in die gegnerische Endzone läuft. Aber um es leicht zu halten: Es gibt nur bestimmte Positionen, die einen Ball fangen dürfen und somit punkten dürfen.
Ansonsten gibt es dennoch für jeden eine Position.
Die großen, schweren Jungs spielen meistens direkt gegenüberstehend an der sogenannten Line of Scrimmage. Das ist die virtuelle Linie, an der der jeweilige Spielzug startet. Hier gibt es die Spieler, die den Quarterback beschützen (die sind noch mal etwas größer und schwerer) und die Spieler, die den Spielzug schon an vorderster Stelle unterbinden möchten (seitlich diejenigen, die den Quarterback attackieren und in der Mitte diejenigen, die einen Lauf des Running Back verhindern wollen).
Wenn du dich für die einzelnen Positionen und deren Aufgaben interessierst, kannst du gerne hier nachschauen: NFL: Die Positionen der Spieler
Und selbstverständlich gibt es einige Positionen, die mehr im Fokus sind als andere. Das liegt daran, dass man mehr Statistiken und Highlights hat, um einen Spieler zu bewerten. Wie oft ein Defensivspieler den Quarterback getackelt hat, ist klarer ersichtlich als auszuwerten, wie toll der Quarterback beschützt wurde. Außerdem sind gefangene Bälle und erzielte Punkte einfach immer sehenswert. Das bedeutet natürlich nicht, dass du dir nicht eine Lieblingsposition oder einen Lieblingsspieler suchen kannst, die/der vielleicht nicht so sehr im Fokus ist. Wir feiern es immer sehr, wenn ein großer Junge mal im Rampenlicht steht!
Dieses Licht ist meistens dem Quarterback vorbehalten. Ein Begriff, den irgendwie jeder kennt, und man weiß meistens auch, dass derjenige die Pässe werf. Aber er macht noch viel mehr. Er muss die genauen Vorgaben des Trainers umsetzen – die bekommt er durch Kopfhörer im Helm gesagt – und gleichzeitig die Verteidigungsstrategie lesen, alles im Blick haben und instinktiv versuchen das Beste rauszuholen. Er ist die treibende Kraft im Angriff. Ein bisschen wie der Dirigent im Orchester.
Ohne die Kunst des Orchesters schmälern zu wollen, ist es ein Vergleich, der verständlich zeigt, wie wichtig jeder einzelne Spieler ist. Die Spieler auf dem Feld müssen als absolute Einheit funktionieren. Jeder hat eine klare Aufgabe, diese muss erfüllt werden, ansonsten ist das ganze Team schwächer. Im Orchester würde es sich auch schon deutlich schlechter anhören, wenn genau ein Instrument nicht im Takt ist.
Die Mannschaft besteht jeden Spieltag aus 54 Spielern, obwohl pro Spielzug dann jeweils „nur“ 11 Spieler auf dem Feld stehen, egal ob Angriff oder Verteidigung. Trotzdem ist die Seitenlinie voll mit Spielern. Logisch, da sowohl die Defense als auch die Offense selbstverständlich Auswechselspieler haben.
Immerhin dauert ein Spiel 4x 15 Minuten. Das wird in sogenannten Vierteln gespielt mit kurzen Pausen zwischen 1 und 2 sowie 3 und 4. Zwischen Viertel 2 und 3 ist eine längere Halbzeitpause, im Super Bowl immer mit DER Halftimeshow. Durch diese Show dauert der Super Bowl im Übrigen fast vier Stunden. Ein normales Spiel dauert meistens etwas mehr als drei Stunden.
Wieso, wenn doch „nur“ 60 Minuten gespielt wird? In gewissen Situationen wird die Uhr angehalten, zum Beispiel wenn das Angriffsrecht wechselt oder eine Mannschaft gepunktet hat. Dann gibt es noch Auszeiten um Taktiken zu besprechen und, leider, auch immer wieder Verletzungspausen. Alles in Allem ein ganz schön langes Spiel und das alles in voller Ausrüstung. Deswegen die vielen Spieler und die Wechseloptionen.
Diese Wechsel bemerkt man oft gar nicht, da es fliegende Wechsel zwischen zwei Spielzügen sind. Lediglich der Wechsel von Angriff zu Verteidigung ist für dich wichtig zu erkennen. Meistens daran zu sehen, dass etliche Spieler zeitgleich auf das Feld joggen und sich bereit machen. Außerdem wird in den allermeisten Fällen vorher der Ball irgendwie mit dem Fuß getreten. Klares Zeichen, dass das Angriffsrecht wechselt.
Aber auch hier gibt es wieder Ausnahmen und gesonderte Regeln. Nach vier Versuchen, die keine 10 Yards überbrücken, würde das Angriffsrecht auch tauschen ohne Kick zum Beispiel. Oder bei einem Ballgewinn. Oder, oder, oder. Wir könnten einen ganzen Beitrag über Sonderregeln schreiben, aber das würde nicht zu uns und unserer Mission passen. Daher nur ein kleines Schmankerl zum Schluss.
Es gibt sogenannte Trickspielzüge, bei denen man den Gegner austricksen möchte, indem man einen Angriffsspielzug spielt, der eher ungewöhnlich ist. Die sind selten, aber dadurch ziemlich nett anzusehen, vor allem wenn sie erfolgreich sind. Ein bekanntes Beispiel sind Rückwärtspässe. Im ersten Teil hatten wir davon gesprochen, dass nur einmal pro Spielzug gepasst werden darf. Das gilt aber nur für Vorwärtspässe. Rückwärtspässe können so oft man möchte gespielt werden. Das passiert selten, aber hin und wieder gibt es Spielzüge, die das Element drin haben und aus 1-2 Rückwärtspässen bestehen. Hierbei ist es auch egal, ob danach nach vorne gepasst wird oder ob vorher schon ein Vorwärtspass gespielt wurde.
Solltet ihr dazu, oder zu irgendeinem anderen Thema rund um das Leder-Ei Fragen haben, schreibt uns einfach über die üblichen Kanäle und wir beantworten sie gerne. Selbstverständlich auch gerne während oder nach dem Super Bowl, wenn dir beim Schauen etwas aufgefallen ist, worüber du gerne mehr Infos hättest.
Jetzt wünschen wir dir aber erst mal viel Spaß beim Super Bowl schauen und, dass du mit deinem Wissen mitreden kannst und (noch viel wichtiger) das Spiel und was auf dem Spielfeld vorgeht, verstehst.
Auf 49 Bills Drive berichtet ein Fan der Buffalo Bills aus der NFL über seine Sicht auf die Liga und das Team. Leicht verständlich und kein Expertentalk aber immer mit Freude und Leidenschaft. Auf what the sports teilt er sein Football-Wissen.